Freitag, 30. August 2019

Schlechte Träume



Gestern war ich auf einem Geburtstag und wurde ganz ungläubig gefragt, ob ich tatsächlich durchgehalten habe. "Wirklich nicht schwach geworden?" Ja, ich kann es verstehen, dass es schwer zu glauben ist. Aber es ist so: ich habe immer noch keine Zigarette angefasst und auch das Nikotinspray nicht mehr benutzt. Man kann sagen was man will, so viele Aufhör-Methoden und Tricks anwenden, das ist alles Quatsch. Aufhören ist reine Kopfsache. Entweder man will oder man will nicht. Alles andere kann höchstens unterstützen oder einen Placeboeffekt herbeiführen. Letztendlich ist es aber nun der eigene Kopf der entscheidet, ob man erfolgreich ist oder nicht. 

Mich verfolgt das Thema nun sogar bis in meine Träume. Diese Nacht bin ich im Traum schwach geworden. Ich habe eine Zigarette geraucht und sah mich schon vor dem kompletten Rückfall. Danach habe ich es so sehr bereut und mich über mich geärgert. Alles war umsonst. 
Das zeigt mir wieder, dass ich weitermachen und durchhalten muss. Die Gedanken ans Rauchen sind noch lange nicht verschwunden, aber es wird besser.


Mittwoch, 28. August 2019

Intervallfasten statt Diät


Es kennt vermutlich jeder, der schon einmal mit dem Rauchen aufgehört hat: es geht kaum ohne eine Gewichtszunahme. Der Stoffwechsel verlangsamt sich, man futtert mehr um sich abzulenken und die Lust auf Süßigkeiten ist unermesslich hoch. 
Das ist mir nun auch passiert. Seit ich aufgehört habe, sind 3kg drauf und dem möchte ich nun entgegen wirken. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, mir die erste Zeit des Nichtrauchens Ruhe in Bezug auf meine Ernährung zu gönnen. Das heißt, ich habe einfach gegessen worauf ich Lust hatte und so viel ich Hunger hatte. Das Rauchen zu stoppen stresst den Körper und die Psycho schon genug, dass ich mich nicht gleichzeigitg mit einer Diät oder einem Essensplan einschränken wollte. Nun hat sich aber alles soweit beruhigt, ich komme gut klar ohne das Rauchen und bin immer weniger versucht, wieder schwach zu werden. 

Daher kommt nun der nächste Schritt: meinen Körper (wieder) in Form bringen.
Nur wie?
Ich habe vor einigen Jahren eine Reihe von Diäten gemacht. Eine nach der anderen, eine ungesünder als die andere. Das möchte ich nicht mehr. Nichts davon ist von Dauer und das Schlimmste: nichts davon ist gesund. Es gibt mittlerweile so viele Diätformen; in jeder Frauenzeitschrift sind Schrott-/Blitz-Diäten drin. Alles Quatsch, mit so etwas beschäftige ich mich gar nicht mehr. Was für mich wirklich Sinn zu machen scheint, ist das Intervallfasten. Da ich weder ein Ernährungswissenschaftler sonst Arzt bin, möchte ich es mir nicht herausnehmen, das im Detail zu erklären. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. hat dazu einen wunderbaren Artikel verfasst, der die Hintergründe und Effekte dieser Ernährungsweise auszeigt. Bei Interese könnt ihr euch den gerne durchlesen.

Ich habe mich für den Anfang für die 16:8 Methode entschieden: 16 Stunden Fasten und 8 Stunden Essen. Das heißt natürlich nicht, dass man isch in den 8 Stunden alles mögliche reinschaufeln, sondern vor allem ausgewogene, gesunde und (für mich ganz wichtig) sättigende Nahrung aufnehmen sollte.

Auch wenn es mir schwer fällt, ohne richriges Frühstück zu starten, wähle ich einen späteren Startpunkt: Meine erste Mahlzeit werde ich um 11:00 Uhr zu mir nehmen. Das sollte dann wochentags sowie am Wochenende, wenn man mal etwas länger schläft, ganz gut passen.

Meine letzte Mahlzeit des Tages werde ich dann gegen 18:30 Uhr zu mir nehmen, da ab 19:00 Uhr Fastenzeit ist.
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Mittwoch, 21. August 2019

Rauchfrei Tag #17



Ich muss sagen, dass ich mittlerweile echt stolz auf mich bin. Nicht nur, dass ich es geschafft habe, die Raucherwohnung zu überstehen; nein, ich habe es sogar ohne mein Spray überstanden. So schlimm war es gar nicht, doch tut mir mein Freund mittlerweile richtig Leid. Er hat sie geraucht und er musst immer diesen Qualm ertragen, der mich nie gestört hat. 
Nun kam aber am Wochenende noch der ultimative Härtetest: die Geburtstagsfeier einer Freundin. Sie hatte in einer Kneipe reserviert und der Alkohol lief und lief und lief...
Mehr als die Hälfte der Anwesenden waren Raucher. Zum Glück wurde dazu aber die Kneipe verlassen. Der Geselligkeit wegen, stand ich aber auch dort oft genug dabei. Ich wollte es aushalten, ich wollte nur rauchen und auch nicht sprühen. Fast hätte ich es geschafft. Leider bin ich dann doch einmal schwach geworden und habe mein Spray benutzt. Im Nachhinein habe ich mich darüber geärgert, aber objektiv berachtet ist es doch ein zufriedenstellendes Ergebnis.



Freitag, 16. August 2019

Rauchfrei Tag #12



Heute ist der 3. Tag in Folge, an dem ich es vermeiden konnte, mein Nikotin-Spray zu benutzen. Dass es so schnell ohne Helferlein geht, hätte ich nicht gedacht. Ich bin echt überrascht, aber feue mich auch wahnsinnig darüber. Trotzdem habe ich es immer griffbereit in meiner Handtasche. Man weiß ja nie was kommt und dann lieber sprühen, als rauchen. Noch dazu steht heute eine Herausforderung an: ich besuche jemanden, der in der Wohnung raucht. Das heißt, ich werde vermutlich schon beim Betreten der Wohnung vom Nikotin-Geruch erschlagen. Wie es dann ist, wenn die Zigaretten angezündet werden und ich aus dem Rauch nicht rauskomme, ist abzuwarten. Ich gehe davon aus, dass mich das schon ziemlich stören wird, da ich schon den Geruch, der an Rauchern haftet sehr ekelig finde. Wenn ich darüber nachdenke, dass ich selber so gerochen habe, packt mich echt der Ekel. Aber selbst merkt man es nunmal nicht.


Mittwoch, 14. August 2019

Rauchfrei Tag #10



Noch leichte Bauchschmerzen, aber es wird weniger. Ansonsten fühle ich mich verhältnismäßig gut und konnte sogar das Sprühen lange Zeit vermeiden. Nebenbei habe ich mir mal meine Schlafdaten angeschaut, die mein Fitbit Armband (Werbung wegen Markennennung) aufgezeichnet hat und diese mit den vorigen Daten verglichen.
Die optimale Schlafdauer liegt laut Focus bei 7,5 Stunden. Wenn man dann die optimale Verteilung der Schlafphasen darauf anwendet, kommen folgende SOLL-Zahlen heraus:

Wach: 22,5 min -> 5%
REM: 112,5 min -> 25%
Leicht: 247,5 min -> 55%
Tief: 67,5 min -> 15%


Vorher JetztDifferenz
Wach51,4 min 38,7 min - 12,7 min
REM117,1 min 112,3 min- 4,8 min
Leicht165,9 min 158,8 min - 7,1 min
Tief96,9 min 87,3 min- 9,6 min
Gesamt min      431,3 min 397,1 min-34,2 min
Gesamt Std      7,2 Stunden      6,6 Stunden     

Der Unterschied ist in Zahlen nicht besonders gravierend, allerdings finde ich die Dauer des Wach-Zustandes schon auffällig. Ob es nun alleine daran liegt, oder ob die Schlafphasen an sich einfach ruhiger und erholsamer sind, kann ich leider nicht beurteilen. Im Endeffekt ist es mir aber auch nicht sonderlich wichtig, welcher Punkt genau entscheinend ist, sondern nur das Ergebnis: ich schlafe besser. Vielleicht werde ich das  zu einem späteren Zeitpunkt nochmal analysieren und die Werte wieder vergleichen..




Dienstag, 13. August 2019

Rauchfrei Tag #9



Bauchschmerzen, Druckgefühl im unteren Bauch und Rücken. Ich kann leider nicht bestimmen, ob das von meinem Home-Workout kommt (Muskelkater) oder eine Nebenwirkung des Entzugs/des Sprays ist. Bei den Rückenschmerzen gehe ich mal stark von Muskelkater aus, die Bauchschmerzen sind jedoch anders. Ich hoffe, das geht bald wieder weg...

Dienstag, 6. August 2019

Rauchfrei Tag #2



Kaum zu glauben, aber ich merke bereits, dass ich besser schlafen kann. Das äußert sich ganz simpel dadurch, dass ich morgens nicht mehr so müde bin wie zuvor. Dabei hat sich die Schlafdauer nicht erhöht, aber anscheinend die Schlafqualität. Ich hätte nicht gedacht, dass man bereits nach 2 Tagen eine Veränderung spürt.

Das Nicorette-Spray (Werbung wegen Markennennung) benutze ich regelmäßig, besonders zu meinen gewohnten Rauch-Zeiten. Da merkt man erst einmal, wie der eigene Körper konditioniert wurde. Nach und nach versuche ich mir antürlich diese Zeit abzugewöhnen, aber meine Taktik ist, zunächst die Gewohnheit des Rauchens zu bekämpfen. Das heißt, ich gehe bewusst weiterhin in der Mittagspause nach draußen, ich gehe mit meiner Tassee Kaffee auf den Balkon und vermeide auch nicht, mit Rauchern zusammen zu sein. Wird das Verlangen zu groß, wird gesprüht. Ist es auszuhalten, lasse ich es. Ich möchte nicht riskieren, das Spray zu viel zu nutzen. Es soll ja schließlich nur eine Hilfe zum Aufhören sein und nicht der Ersatz für Zigaretten. Bisher klappt diese Taktik sehr gut und ich bin gespannt wie es weiter geht.


Schlechte Träume

Gestern war ich auf einem Geburtstag und wurde ganz ungläubig gefragt, ob ich tatsächlich durchgehalten habe. "Wirklich nicht sc...